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Zurück aus der Zukunft

Unser Workshop Zurück aus der Zukunft – Wie wir gelebt haben wollen – Minimalismus fand letzten Freitag im Rahmen der Klimawoche statt. Im ersten Teil des Workshops haben sich acht Osnabrücker*innen mit uns auf eine Zukunftsreise begeben, in der sie sich aus der Perspektive der vollendeten Zukunft (Futur2) vorgestellt haben, wie eine klimafreundliche Wende im Jahr 2040 bereits gelungen ist. Allen Entwürfen gemeinsam war, dass sich Menschen zusammenfanden und eine, teilweise radikale, neue Lebensweise in den Bereichen Mobilität, Wohnen, Energie, Ernährung, Bildung und Arbeit verwirklicht hatten – und dabei Widerstände auf der gesellschaftlichen und politischen Ebene überwanden.

Teilnehmende während des Workshops Zurück aus der Zukunft – Wie wir gelebt haben wollen
Teilnehmende während des Workshops Zurück aus der Zukunft – Wie wir gelebt haben wollen am 20. September 2019

Wie wir gelebt haben wollen

In Schulen wurde Nachhaltigkeit zum Unterrichtsfach und in den Schulgärten wuchsen Obst, Gemüse und Kräuter. Geldverdienen wurde überflüssig, weil jede*r ein Grundeinkommen hatte und selbst entschied, wo er/sie sich am sinnvollsten einbringen konnte. Bei der Ernährung stimmten alle darin überein, kaum bis gar kein Fleisch mehr zu konsumieren. Sie lebten autark mit Solar- oder Windenergie. Die Themen Mobilität und Wohnen waren oft miteinander verknüpft. Wohnen war angenehm geworden, da die Stadt autofrei geworden war und nur noch Busse und Straßenbahnen fuhren. Auch auf dem Land verzichteten die Bewohner auf Autos, da der Öffentliche Nahverkehr ausgebaut worden war. Für alle anderen kürzeren Strecken wurde das Fahrrad genommen. In Verbindung mit Wohnen waren sich alle einig, dass es keine großen, leerstehenden Häuser mehr gäbe oder 100m2 für eine Person, sondern eher 40mWohnfläche für jede.

Minimalismus

Im zweiten Teil des Workshops diskutierten wir, inwiefern der Minimalismus– nicht mehr als nötig zu verbrauchen – zu dieser Zukunftsvision beitragen kann: Leben in kleineren Wohnungen („Tiny Houses“), weniger Kleider (second hand) kaufen, alles in allem: Weniger besitzen und sein Geld und seine Zeit mit Freunden und der Familie zu verbringen und in Erlebnisse zu investieren. Nicht in Dinge. Muss es immer ein Geburtstagsgeschenk sein? Welche Alternativen gibt es? Wie schaffe ich es, weniger Müll zu produzieren?…

Doch auch die Schwierigkeiten mit dem Konzept des Minimalismus sind diskutiert worden. Hierbei ging es vor allem um die Frage der Selbstbeschränkung und inwieweit ich mich als Individuum dann noch frei entfalten kann. Was brauche ich wirklich? Was ist Luxus? 

Fazit

Am Ende waren sich die Teilnehmer*innen in drei Dingen einig: 1. Jede*r muss ihren/seinen Weg des Minimalismus und dessen Bedeutung für sich selbst finden. 2. Minimalistischer zu leben kann ein Schritt in die richtige Richtung zu mehr Klimaschutz sein. 3. Wir müssen unseren Lebensstil ändern und respektvoll mit unserer Erde umgehen.  

Das Konzept unseres Workshops war stark inspiriert von der Stiftung Futur2https://futurzwei.org/

Im Wintersemester gibt es dazu, was privat bzw. auf kommunaler Ebene getan kann, einige Vorträge im Rahmen der Vortragsreihe „Klimawandel-Klimaschutz“:

Autor:

Physik, Universität Osnabrück